Weiter zum Inhalt

⚠ COVID-19 BEDINGUNGEN Maskertragen drinnen (wenn gewünscht) & Online Reservierung ↗

Geöffnet am Wochenenden & Feiertagen von 11 bis 17 Uhr

Ausnahmsweise geschlossen 29. Mai 2022

DIE FRÜHERE GESTALTUNG

Es gibt nur wenige Quellen, die es erlauben, sich eine genaue Vorstellung von den Gärten von Freÿr vor 1740 zu machen. Eine nach einer Zeichnung von Remacle Le Loup erstellte Gravur im Band „Les Délices du Pays de Liège“ (Die Schönheiten des Lütticher Landes) zeigt zwei von Mauern umschlossene Gärten im Renaissance-Stil nördlich und südlich des Schlosses, ein Broderie-Parterre und ein Wasserbassin in der Mitte. Ebenfalls zu sehen ist die Orangenbaum-Sammlung, die vor den Orangerien aufgereiht ist. Für den vertikalen Rhythmus sorgen Topiari, die Zeugnisse der Kunst des Formschnitts sind.

Für die Schaffung der beiden großen Terrassen auf der Ebene des Schlosses war der Bau einer langen Stützmauer erforderlich. Sie besteht noch heute, ebenso wie diejenige oberhalb des Wassergrabens.

Weiter oben verläuft ein großer, offener Gemüsegarten bis zu den Hängen und dem Weiler.

Es handelt sich noch nicht um die Anlage, wie wir sie heute kennen.

GUILLAUME UND PHILIPPE-ALEXANDRE

Nach der Umkehrung der Allianzen, im Jahr 1758 erlebt das Land eine Zeit des Friedens und des Wohlstands. Der Stiftspropst Guillaume und sein Bruder Philippe-Alexandre von Beaufort-Spontin, werden zu Vormunden ihrer Neffen, als deren Vater stirbt. Ihre besondere Aufmerksamkeit gilt den Gärten. Sie entwickeln das prächtige Bild eines Barockgartens „à la française“, wie wir ihn noch heute kennen. Sie öffnen Perspektiven, entwickeln Achsen, lassen einen Rokoko-Pavillon errichten, der den oberen Garten krönt …

Ab 1769 ist die Lieferung von Toren, Steinelementen für die Wasserbecken, den Gartenpavillon, die großen Treppen und die Kaskade im Archiv verzeichnet.

IM STIL VON LE NÔTRE

Guillaume, dem Kirchenmann, wird die Aufteilung der „Terrasse“, die direkt an das Schloss anschließt, „im Stil von Le Nôtre“ zugeschrieben.

Nach ihm gestaltet Philippe-Alexandre den oberen Garten, die Labyrinthe formenden Hainbuchenhecken, die Achsen, die den Blick auf die Maas freigeben und 1775 durch einen zierlichen Rokoko-Pavillon gekrönt werden.

Es sind diese, praktisch unveränderten Gärten, deren Schönheiten die Besucher noch heute genießen können.